english by h.baumer
Hört ihr Leut’ – und lasst euch fragen –
Wer möcht’ heut’ ein Schachspiel wagen?
Schach, das ist der Spiegel der Welt.
Es dreht sich alles um Macht, Liebe und Geld!
Die Marktbesucher werden zum Mitspielen eingeladen!
Aufführzeiten:
Freitag, 20. Mai:
12.15 h – ca. 13.15 h | 14.30 h – ca. 15.30 h |
18.00 h – ca. 19.00 h.
Samstag, 21. Mai:
11.00 h – ca. 12.00 h | 14.00 h – ca. 15.00 h |
16.30 h – ca. 17.30 h | 19.15 h – ca. 20.15 h
Sonntag, 22. Mai:
11.15 h – ca. 12.15 h | 13.00 h– ca. 14.00 h |
15.00 h – ca. 16.00 h
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Historisches:Über den Ursprung des Schachspiels bestehen unterschiedliche Auffassungen. Vor allem Indien, Persien und China werden genannt. Der Zeitraum der vermuteten Entstehung schwankt zwischen dem 3. und 6. Jh. nach Christus. Im 7. Jh. verbreitete es sich im nahen Osten und Nordafrika. Über das maurische Spanien, Italien, das byzantinische Reich und Russland gelangte das Spiel im 9. bis 11. Jh. nach Europa. Seit dem 13. Jh. gehörte Schach zu den 7 Tugenden der Ritter. Es wurde also vor allem in adeligen Kreisen gespielt und zwar von «Mannen und Frouwen», wie wir auf einem Bild aus der «Manessischen Liederhandschrift» sehen, die ja hier in Zürich um 1300 entstanden ist. Vom Klerus wurde Schach missbilligt. Doch waren es gerade die Mönche, die Bücher und Betrachtungen darüber schrieben. Im deutschsprachigen Gebiet wurde das Spiel und auch das Brett «Schachzabel» genannt. |
Konrad vom Ammenhausen war ein Benediktinermönch in Stein am Rhein, der in der ersten Hälfte des 14. Jh. lebte. Bekannt wurde er durch sein 1337 vollendetes „Schachzabelbuch“ – eine deutschsprachige Reimfassung des Werkes, das vor 1330 in lateinischer Sprache von Jacobus de Cessolis, einem Dominikanermönch aus der Lombardei, verfasst wurde.
Diese «Schachzabelbücher» sahen in den Figuren vor allem ein Abbild der Gesellschaft. Entscheidend ist, dass die «Edlen Figuren» (König, Königin etc.) allein nichts ausrichten können und auf die Mithilfe der «Gemeinen Figuren» (Bauern) angewiesen sind. Diese «Bauern» werden sogar verschiedenen Berufen zugeordnet, wie zum Beispiel: Schmied, Kaufmann etc.
Konrad von Ammenhausen hat in seinem «Schachzabelbuch» jede Figur mit seiner Position auf dem Brett und seinem Stand oder Beruf beschrieben.
Über den Sinn des Spiels schreibt Konrad im 1. Teil: Dieser Sinn besteht in der Belehrung des Königs, der Bekämpfung des Müssiggangs und der Befriedigung der menschlichen Sucht nach Neuem.
Diese Betrachtungen von Konrad von Ammenhausen liegen unserem «Lebend-Schach» zu Grunde.